Methoden

Was sind die Logischen Ebenen?

Im Coaching gibt es eine Masse an hilfreichen Tools. Vielleicht haben auch Sie schon von den logischen Ebenen gehört?

 

Das Konzept der „Logischen Ebenen“ kann Auskunft darüber geben, wo Veränderungsarbeit beginnen kann, sei es in einem Unternehmen oder einer Person. Diese Veränderungsebenen sollen der Logik nach klären, wo eine Problematik, eine Ressource oder ein Ziel liegen kann.   

„Probleme kann man niemals mit derselben Denkweise lösen, durch die sie entstanden sind.“ Albert Einstien

Die oberste Ebene ist die überindividuelle Ebene. Sie beinhaltet je nach Quelle die Zugehörigkeit zu etwas Höherem, was „mehr“ als die Person ist. Hier geht es um Transzendenz, Spiritualität, Visionen oder Missionen. Auch Sinnkrisen und Lebensaufgaben sind oft hier verortet. Die überindividuelle Ebene gibt den Menschen Sicherheit und ein Zugehörigkeitsgefühl. Sie kann aber auch als massenpsychologisches Kriegsinstrument missbraucht
werden.

ÜBERINDIVIDUELLES

IDENTITÄT

WERTE/GLAUBENSSÄTZE

FÄHIGKEITEN

VERHALTEN

KONTEXT/UMWELT

Darunter liegt die Ebene der Identität bzw. das Selbst-Bild. Die soziale und personale Identität setzt sich aus den Interpretationen der Erfahrungswelt zusammen. Sie kann auch als spezieller sich selbst angelegter Glaubenssatz gedacht werden.

 Who are you?

Unter der Ebene der Identität sitzt das sogenannte Belief-System: Weltanschauungen, Werte und Glaubenssätze.  Diese formen nicht nur unsere Überzeugungen und gewählten Lebenskriterien. Sie bestimmen auch, wie wir uns und die Realität wahrnehmen.

Dem folgen die eigenen Fähigkeiten. Sie setzen sich aus dem Denken und Fühlen zusammen, das wir über uns selbst haben. Fähigkeiten sind kein direkt beobachtbares Verhalten, sondern innere Prozesse und Wahrnehmungen wie "Ich habe Humor." oder "Ich kann Autofahren.".

Das tatsächlich beobachtbare Verhalten liegt eine Stufe darunter. Es bezieht sich auf das konkrete Handeln, unsere Aktionen und Reaktionen. Das Verhalten geschieht wiederum in einem bestimmten Kontext beziehungsweise einer bestimmten Umwelt (äußere Auslöser).

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Wir können beispielsweise unsere Umwelt durch unser Verhalten beeinflussen. Unser Verhalten bedingt sich durch unsere Fähigkeiten, die wir trainieren können. Welche Fähigkeiten wir trainieren oder nicht hängt wiederum von unseren Werten und Glaubenssätzen ab. Aus diesem Bündel kreieren wir unsere Identität, die wir wiederum in einen übergeordneten Rahmen setzen (eingebunden sein in ein höheres System). 

 

Die Ebenen beeinflussen sich übrigens wechselseitig, meist hierarchisch. Sie sind so aufgebaut, dass jede untere Ebene von der darüber liegenden organisiert wird. Verändert sich etwas auf einer höheren Ebene, dann beeinflusst sie in der Regel auch die untere. Verändert sich etwas auf einer unteren Ebene muss das keinen Einfluss auf die darüber liegende Ebene haben.

 

Das Modell geht übrigens auf Robert Dilts zurück. Dilts bezog seine Logischen Ebenen auf die logischen Ebenen des Lernens nach Gregory Bateson, der sich wiederum auf den logischen Typen der Mathematik von Bertrand Russel bezog. Je nach Quelle variiert die Anzahl der Ebenen.

Was Dilts genau dazu sagt, seht ihr hier unten im Video: