Methoden

Was ist eine Wunderfrage?

Glauben Sie an Wunder?

 

Was auch immer Sie von Wundern halten, in einem Coaching oder bei der eigenen Veränderungsarbeit können Wunderfragen ein hilfreiches Tool sein.

Die Methode der Wunder-Befragung geht auf Steve de Shazer zurück. Er entwickelte dieses Konzept als lösungsorientierte Fragetechnik in den 80er Jahren des letzten Jahrhunderts.

Heute zählt seine „Wunderfrage“ zum grundlegenden Repertoire der systematischen Beratungsarbeit.

 

 

Die Wunderfrage

Die oft zitierte Wunder-Frage lautet in der Grundstruktur wir folgt: 

„Angenommen diese Nacht – während Sie schlafen – passiert ein Wunder: Die Probleme, die Sie hier geschildert haben, sind weg, einfach so! Aber es passiert, während Sie schlafen, deshalb können Sie nicht wissen, dass das Wunder passiert ist. Wenn Sie am Morgen aufwachen: Wie werden Sie entdecken, dass das Wunder passiert ist? Was noch?“ (Lippmann et al. 2013: 458) 

Das Wunder ist des Glaubens liebstes Kind.

 

Wozu wird es benutzt?

 

Die Wunder-Befragung kann neue Möglichkeiten eröffnen, wenn man selbst oder der Klient in einer gedanklichen Sackgasse steckt und glaubt, keine weiteren Lösungen zu finden.

Durch die Bildung von neuen Hypothesen und der Kontextualisierung dieser neuen Annahmen in die Zukunft werden neue Deutungen erkennbar.

Die oben genannte Wunderfrage sollte in der Beratungsarbeit weiter nachgefragt und ausformuliert werden. Die weitere Befragung kann sich auf die Person selbst oder das Umfeld beziehen.

 

Dazu eignen sich die klassischen W-Fragen (Wer, Was, Wann, Wobei, Wozu, etc.).

Beispielfragen zur Wahrnehmung:

Wie werden Sie mitbekommen, dass das Wunder geschehen ist?

Welche Unterschiede werden Sie feststellen?

Wie fühlt sich die Welt im Wunder an?

Was werden Sie nun ohne das Problem anders machen?

Beispielfragen zum Umfeld:

Wer wird mitbekommen, dass das Wunder geschehen ist?

Wie wird er oder sie es mitbekommen?

Wer wird der oder die Erste sein?

Wie werden die Personen reagieren?